Inklusive Tanzpädagogik - Tanzen mit Menschen mit Behinderung
Weiterbildung für TanzpädagogInnen
Datum: Sa. 10.April 2010
Zeit: 13:00 - 18:00
Ort: Praterstr. 25 Proberaum Tanztheater Homunculus 1020 Wien
Preis:
Mitglieder der Berufsvereinigung 40.-
Studenten 30.-
Gäste 50.-
Anmeldung: bis spätestens 1. April
Monika Weiner 01 2186093 oder
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"Inklusive Tanzpädagogik -
Tanzen und kreatives Bewegen im vor-, außer- und
schulischen Kontext mit heterogenen Zielgruppen"
Leitung: Maga. Dra. Maria Dinold

Fast alle Menschen, aber besonders Kinder, bewegen sich gerne – manche zu viel, manche zu wenig, manche können es nicht so wie sie wollten. Wir bezeichnen die einen als hyperaktiv, die anderen als übergewichtig, die dritten als behindert. Heterogenität ist eine Herausforderung, Heterogenität ist eine Chance!
Tänzerisch-kreative Bewegungsformen erweisen sich immer wieder als geeignet, die Unterschiedlichkeit in Aussehen, Haltung, Bewegung, Sprache oder Kultur zu thematisieren.
In diesem Workshop sollen Anregungen und Beispiele gegeben werden, wie Gruppen-leiter/innen in verschiedenen Kontexten (z.B. Integrationsklasse in der Schule, Nachmittags- oder Freizeitbetreuung, Vereinsprogramm, spezielles Tanzschulangebot, etc.) die kreativen Fähigkeiten von Kindern, Jugendlichen (und auch Erwachsenen) trotz und mit aller Unterschiedlichkeit wecken und sie bei ihren gemeinsamen – den differenzierten Möglichkeiten angepassten – Gestaltungen unterstützen können.
Didaktisch- methodische Grundlagen
Gegebene Situation:
Gruppe von Kindern mit unterschiedlichen Voraussetzungen (z.B. „normal“ entwickelte und geschickte Mädchen und Buben gemeinsam mit Kindern mit körperliche bzw. Sinnes-Einschränkung / Behinderung, entwicklungsbedingte Koordinationsstörung, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeit, Hyperaktivität, etc.).
Zielsetzung:
Ganzheitliche Entwicklungsförderung durch Weckung und Anerkennung der individuellen Kreativität, des Autonomie- und Selbsterfahrungsdrangs, des natürlichen Bewegungs- und Darstellungsbedürfnisses, der Phantasie und der Individualität jedes einzelnen Kindes.
Inhalte und Mittel:
Freies Bewegen zu Musik, Erfahrung der eigenen Bewegungsmöglichkeiten, den Köper und seine Teile kennen und benennen lernen, kleine Tanz- und Bewegungsfolgen lernen, Bewegungsgestaltung zu einem Thema, Darstellung von Personen, Tieren oder Situationen, rhythmische Übungen, selbst Musik machen oder zeichnen, malen, kreativ gestalten, ……
Seminarstruktur:
Entsprechend der vorgegebenen Zeitstruktur und der Vermittlungsabsicht (Anregungen zu weiterer Selbstbearbeitung und Umsetzung) teilt sich das Seminar in 2 Abschnitte.
-Kurze Erklärung der Grundlagen des methodischen Konzepts „MiteinanderS“
-Exemplarische Beispiele zu einem spontan gefundenen Thema
Besonderheiten:
-Ganzheitliche Körpersicht
-Übertragungsmöglichkeit ins Alltagsleben
-Informationsaustausch – Bewegungszerlegung – gemeinsame Zielfindung
-Wünsche – Grenzen – Prozess/Produkt
-Gleichzeitiges Zulassen von Systematik und Offenheit
Zur Person:
Maga. Dra. Maria Dinold
ist Vertragsassistentin am Institut f. Sportwissenschaft der Universität, Abteilung Bewegungs- und Sportpädagogik, Fachbereich Behinderten und Integrationssport
unterrichtet langjährig am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien, USI und bei den Internationalen Tanzwochen Wien Tanz und kreative Bewegung für behinderte und nichtbehinderte Menschen, auch Kindertanz
hat vielfältige Forschungs-, Praxis- und Unterrichtserfahrung mit Bewegung, Tanz, Spiel und Sport mit verschiedensten Ziel- und Altersgruppen
Relevante Veröffentlichungen:
Dinold, M. (2009). Tanz in Schulen. bewegungserziehung, die Zeitschrift für Bewegung & Sport in Schulen und Vereinen, 63 (5), 8 (Verlag Hollinek, Purkersdorf)
Dinold, M. (2008). Inklusive Tanzpädagogik. Tanzen und kreatives Bewegen im vor-, außer- und schulischen Kontext mit heterogenen Zielgruppen. In C. Fleischle-Braun & R. Stabel (Hrsg.). Tanzforschung & Tanzausbildung. Dokumentation des Symposiums Tanzforschung & Tanzausbildung der Gesellschaft für Tanzforschung (GTF) an der Staatlichen Ballettschule Berlin (4. -6. Oktober 2007) (S. 319-326). Leipzig: Henschel.
Dinold, M. (2005). Tanz aus der Reihe! Bewegungserziehung, 59 (3), 28-32.
Dinold, M. (2005). Bewegung = Leben = Bewegung = Leben = Bewegung. Anmerkungen aus der Perspektive einer „inklusiven“ Bewegungspädagogik. In J. Voglsinger & S. Kuntz (Hrsg.), Bewegung ist Leben – Leben ist Bewegung (S.73-85). Wien: Verlag Jugend & Volk.
Dinold, M. (2004). Bewegung und Tanz – kreativ und integrativ – ein bedeutsames Thema des Forschungs- und Praxisbereichs Adapted Physical Activity. In G. Gerber u. a. (Hrsg.), Leben mit Behinderung. Ein Bilder- und Lesebuch aus Wissenschaft und Praxis (S. 52-55). Wien. Empirie Verlag.
Dinold, M., Gerber, G. & Reinelt, T. (Hrsg.). (2003). „Aufeinander Zubewegen” – durch Bewegung, Spiel und Sport/“Towards a Society for All” – through Adapted Physical Activity. Kongressbericht/Proceedings of the 13th International Symposium Adapted Physical Activity, July 2001 in Vienna. Wien: Manz-Schulbuch.
Dinold, M. (2001). Tanz und kreative Bewegung – Entwicklungsförderung für Menschen mit und ohne Behinderung. Spectrum der Sportwissenschaften, 13 (Supplement), 56-61.
Dinold, M. & Zanin, K. (1996). MiteinanderS – Handbuch einer kreativen Arbeitsweise für behinderte und nichtbehinderte Menschen mit den Mitteln Körpererfahrung, spontanem Spiel, Tanz und Theater. Wien: hpt-Verlag.
Kontakt:
Abteilung Bewegungs- und Sportpädagogik am
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport der Universität Wien
Auf der Schmelz 6
1150 Wien
Tel. 01-4277-488 14 (fax –19)
e-mail:
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